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Vita
Thomas Leininger (* 1981) war Jungstudent am Peter-Cornelius-Konservatorium in Mainz

(Klavier und Hammerflügel bei Martin Widmaier), wo er u.a. in der "Gruppe der 12"

besonders gefördert wurde und das dortige Barockensemble "Concerto delle Muse"

mitbegründete, mit dem er bereits eine vielfältige Konzerttätigkeit als Continuospieler

und Solist entfaltete.

Nach diversen Wettbewerbserfolgen (u.a. 1. Bundespreis mit Höchstpunktzahl inder

Wertung "Alte Musik" bei Jugend Musiziert 2001) und einer bereits regen kompositorischen

Tätigkeit (Uraufführungen eines Trompetenkonzerts, einer konzertanten Oper und einer

Kantate für Sopran und Kammerorchester; diverse Auftragsarbeiten) entschied er sich 2001

für ein Studium an der Schola Cantorum Basiliensis, wo er zunächst Cembalo

(Jörg-Andreas Bötticher),Orgel (Jean-Claude Zehnder, Andrea Marcon, Lorenzo Ghielmi),

historischen Generalbaßund Improvisation (Jesper B. Christensen und Rudolf Lutz)

studierte. Daneben besuchteer Kurse bei Martin Derungs, Brian Franklin,

Matthias Weilenmann (Aspecte),Wieland Kuijken, Simon Standage und Andreas Staier.

 

2009 wurde Thomas Leininger der Jahres-Förderpreis des Basler Organistenverbandes

verliehen.2003 wurde seine zweite Oper "La Scuola festeggiante", ein Auftragswerk zum Jubiläum

der Schola Cantorum Basiliensis, mit Unterstützung der Ernst von Siemens-Musikstiftung

uraufgeführt. 2004 kam mit der „Verkündigung“ ein weihnachtliches Oratorium für Chor,

Soli und Orchester zur Aufführung. Ende 2005 war „Das Leben des heiligen Leonhard“

zu hören - ein Auftragswerk zum Jubiläum der Basler Leonhardskirche. 2004 folgte ein

Studienaufenthalt in Venedig mit Unterstützung des Deutschen Studienzentrums Venedig

zur Erforschung der Opern Cavallis. Seine daraus entstandene Diplomarbeit enthält eine

(erhältliche) Erstausgabe der Oper „La Rosinda“. Dem 2005 im Rahmen der Händelfestspiele

vom Badischen Staatstheater Karlsruhe erteilten Auftrag zur Ergänzung der unvollständig

überlieferten Orchestersätze und Arien der Oper „Almira“ folgten 2006 und 2009 Aufträge

des Staatstheaters Heidelberg zur Rekonstruktion bzw. Neukomposition der verlorenen

Teile von Antonio Vivaldis Opern Motezuma und Bajazet, die mit großem Erfolg in Deutschland,

Mexico und der Schweiz aufgeführt wurden. Rezitative und Ensemblesätze zu Galuppis

Oper „Arcifanfano“ wurden 2008 im historischen Stil ergänzt und im Ekhof-Theater/Gotha

sowie Basel zur Aufführung gebracht.

 

Thomas Leininger gründete zusammen mit dem Flötisten und Lautenisten Sven Schwannberger

das Ensemble „Il vero modo“, mit dem er auf mitunter unkonventionelle Weise Erkenntnisse

der historischen Musizierpraxis umzusetzen versucht und somit alte und neue Wege

zugleich beschreitet. Diese Arbeit dokumentiert sich auch in verschiedenen CD-Einspielungen

(s. Diskografie).

 

Zusammenarbeit mit Ensembles, Opernhäusern und Festspielen:
Capriccio Basel | Cantus firmus Solothurn | Concentus Musicus Olten |

Neues Zürcher Orchester | Ensemble Aspect | Stuttgarter Kammerorchester |

Le Concert Lorrain | Theater Basel | Salzburger Festspiele | Gran Teatre del Liceu Barcelona |

Händelfestspiele Karlsruhe | Ludwigsburger Schlossfestspiele | Theater Luzern |

Opera da camera Linz | Staatstheater Hannover | Winter in Schwetzingen | Bayreuther Barock

 

Unterrichtstätigkeit:
Gastdozent der Aspect - Meisterkurse für Alte Musik (Musikakademie

Schloß Weikersheim) und des EPTA-Seminars Potsdam (2009). Dozent

für Cembalo, Kammermusik und Aufführungspraxis im Rahmen des

jährlichen Barockworkshops des Peter-Cornelius-Konservatoriums Mainz.

 

2010: Mitarbeit am Händel-Lexikon (Laaber-Verlag; s. Publikationen)

 



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